Der vielfach ausgezeichnete Autor Michael Wildenhain erzählt in seinem Roman Russisch Brot Ereignisse, die fast ein halbes Jahrhundert deutscher Geschichte umfassen.
 
Sie beginnen in den 60ern, als es Paternoster, Muckefuck und tragbare Plattenspieler mit drei Geschwindigkeiten gab. Sie führen uns durch die Jahre der getrennten und zerrissenen Familien, die Passierschein-Zeit und das Labyrinth der Ängste auf beiden deutschen Seiten. Joachim, der held des Romans, ist am Ende immer noch nicht sicher, ob dieser Mann aus dem Osten sein richtiger Vater ist. Doch als er, auf dem Höhepunkit der Erzählung, bei der Grenzkontrolle im Bahnhof Friedrichsstraße sitzt, erfährt er die Wahrheit über die traumatischen Erlebnisse seiner Mutter bei Kriegsende.